Alternative Coins | (Cryptobeitrag 6.2)

Im ersten Teil zu den Alternativen Coins habe ich verschiedene Assets kurz vorgestellt. Die Liste ist natürlich noch länger und vor allem wird sie immer länger. Der Vorteil einer in der Regel nicht manipulierbaren Investitionsmöglichkeit hat für viele Menschen einen gewissen Charme. Zentralbanken können auf Knopfdruck Geld drucken. Normale Banken machen es ebenfalls. CryptoAssets haben eine maximale Menge. Danach ist Schluss (, sofern die Protokolle keine Erweiterung erlauben, was aber Scheiße ist und dem Sinn entgegensteht.).

Umso mehr in Umlauf sind, umso mehr genutzt werden, desto höher die Bedeutung, desto höher der Wert. Das reine Geldsystem hat an Vertrauen verloren. Dazu hat nicht nur die Finanzkrise beigetragen. Das erlebe ich immer wieder in meinem Umfeld. Aktien und Fonds und all diese Abzockerinstrumente, die im Grunde nur Sinn machen, wenn man schon reich ist, sind für die Mehrheit keine Option.

Heute konnte man lesen, dass die Bundesbank vor BitCoins als Anlage warnt. Das ist süß und scheinbar ahnungslos zugleich. Mit BitCoins macht man keine Gewinne als Neueinsteiger. Und wenn doch, dann ist das Verlustrisiko enorm. Wer auf Geld verzichten kann, kann sich BitCoins anschaffen und hoffen, dass manche Analysten Recht haben und den Wert der BitCoins im Jahr 2030 auf 500.000 Dollar vermuten. Pro Stück. Wäre dann eine Wertsteigerung um 300 zum heutigen Preis.

Wer nach meinem DarkNet-Interviewes gab tatsächlich einige Leser – den Ripple gekauft hat, konnte am Sonntag fast eine Verzehnfachung feststellen. Wer sich – und auch da gab es Leser – nach meinen Beiträgen zu NEM/XEM diesen Asset zugelegt hat, konnte eine Verfünffachung registrieren. BitCoins sind Käse. Sie sind nur manchmal für eine Erstinvestition in andere BESSERE Assets notwendig. Dadurch werden sie gehandelt und steigen auch automatisch. Wer sich WAVES zugelegt hatte, konnte über 40% abkassieren, wenn verkauft wurde. Nach der Frankreichwahl scheint sich die Flucht in die Cryptoassets aber wieder zu relativieren. Die Kurse sinken überall. Die Leute verkaufen. Aber nach fast jedem Hype verbleiben die Werte der Assets trotzdem höher als vorher. Wäre eine Idee für die Bundestagswahl. Sechs Wochen vorher billig einkaufen, am Wahltag teuer verkaufen. Für meine Coin-Recherche habe ich mittlerweile ca. 200 € investiert, die ich noch halte. Auch zu Testzwecken. Sonntag um ca. 22 Uhr hätte ich beim Verkauf daraus gute 2.000 € machen können. Der nächste Afrikaurlaub wäre gesichert.

Lassen wir diese lange Einleitung jetzt so stehen und wenden uns einigen weiteren CryptoAssets zu.

DogeCoin

Als Scherz gestartet, um als spaßige und freundliche Internet-Währung eingesetzt zu werden, hält sich DogeCoin ziemlich gut. Es gibt eine riesige Anzahl an Coins und einen günstigen Preis. Die Nutzerzahlen steigen stetig. Die Marktkapitalisierung kann sich sehen lassen. Einige Händler akzeptieren die Coins bereits länger. Beim Schreiben dieses Beitrages wurden innerhalb von 24 Stunden Coins in einem Wert von über 24 Millionen Dollar verschoben. Außer einer Währungsfunktion bietet DogeCoin aber nichts weiter an. Als Spekulationsobjekt sicher interessant. durch den günstigen Preis. Mehr aber auch nicht.

Vielleicht interessiert Dich noch:   Wirtschaftsförderung durch Blockchain-Technologie | (Cryptobeitrag 3)

PeerCoin

PeerCoin ist nicht schlecht. Zwar auch nur eine Währung ohne weitere Funktion, aber bietet Teilhabe aller Mitglieder. Wer am Schürfen und am Sicherstellen des Netzwerkes teilnimmt, kann 1% pro Jahr auf sein Guthaben erhalten. Bei Nullzinspolitik vielleicht attraktiv. Die Transaktionen sind schnell. Momentan sind die Transaktionskosten noch günstig. Der Wert des PeerCoin steigt aber, was am Ende auch die Transaktionen verteuern wird. Die Idee finde ich gut. Gerade auch die Teilhabeoption. Bei massiver Wertsteigerung könnten das Netzwerk und die Transaktionen aber unrentabel werden. Man sollte wohl eine Ausstiegsoption vorbereiten, wenn man beginnt.

VertCoin

VertCoin will BitCoin besser machen. Dezentralisiert und mit einer sogenannten Stealth Address. Damit soll den Beteiligten an einer Transaktion ein hoher Datenschutz angeboten werden. Die Teilnehmer kennen sich in der Regel untereinander. Komplett anonym ist es nicht. VertCoin bieten keinen weiteren Mehrwert. Noch günstig zu haben.

BlackCoin

BlackCoin ähneln VertCoin und BitCoin. Kein weiterer Mehrwert. Geringere Transaktionsgebühren, aber das war es auch schon.

CloakCoin

CloakCoin wirbt damit, dass keine Transaktion nachvollziehbar ist. Der Preis ist noch günstig. Projekt wird gepflegt. Kein weiterer Mehrwert.

ViaCoin

Auch ViaCoin sind günstig zu haben, wenn man einsteigen will und hofft mal richtig Schotter zu machen. Transaktionen sind schnell. Ein Notariat (ähnlich XEM) ist integriert (habe es nicht getestet), die Papiergeldbörse ist ziemlich interessant, weil man so auch anonym und / oder persönlich Werte übergeben kann. Sofern man zwar eine Adresse kennt, weiß man auch was da so abläuft, aber der Geldsender ist nicht erkennbar. Nur Hashwerte. Die Roadmap ist umfangreich für die Zukunft. Könnte was werden.

DigiByte

DigiByte sind billig. Richtig billig. Die Macher werben mit cyber security, payments & secure communications. Das war es schon. Wer jetzt ca. 100 € investiert, kann ein bissel über 50.000 Coins abgreifen. In einigen Foren wird von einem moderaten Wachstum ausgegangen, das im nächsten Jahr dann eine Verzehnfachung anstehen könnte. Zocken eben. Das Projekt wird aber gepflegt. Erstmal jedoch kein weiterer Mehrwert.

DASH

Von DASH bin ich ein kleiner Fan. Ich habe mir mal 1 DASH gekauft. Das Hoch und Runter im Wert ist keine Empfehlung zum Zocken. Der Vorteil ist aber der Datenschutz. DASH bietet keine 100%ige Anonymität aber durch einen gesunden Mix bei Transaktionen ähnelt es aus meiner Sicht der Nutzung von Bargeld. Die Macher hinter DASH haben das Projekt zwar nicht ganz so fair gestartet, wie ich mir das wünsche, aber sie arbeiten an der Verbreitung und machen überall wo es geht Werbung dafür. Die wissen schon was sie wollen. DASH wird bei einigen Händlern akzeptiert. Wer bspw. einen VPN-Dienst eher anonym nutzen will, kann sich Zugang mit DASH organisieren.

Vielleicht interessiert Dich noch:   DarkNet-Recherche - Gespräch mit der dunklen Seite

StartCoin

StartCoin ist ein Asset der zum Crowdfunding geeignet sein soll. Der Coin hat reine Investitionsfunktion. Die Besonderheit: Wer mindestens 100 Coins besitzt, wird jeden Freitag an einer Ausschüttung beteiligt. Sowas wie ein Grundeinkommen. Momentan sehr günstig. Bei der Rally am französischen Wahlwochenende hat StartCoin ca. 150% Aufwertung erlebt.

ClubCoin

ClubCoin. Einfach nur Währung. Kein Mehrwert.

Monero

Monero ist der neue Star am Horizont. Soweit ich das verfolgen konnte stark in Südamerika. Monero ist perfekt fürs Darknet. Nicht nachvollziehbar und verfolgbar. Wenn die Bundesbank vor BitCoin warnt und den Leuten mitgibt keine Geldwäsche zu betreiben, so haben wir für die Bundesbank eine schlechte Nachricht: Monero! Damit fliegt man unter dem Radar. (Ausnahme: Vielleicht gibt es mal nen Softwarebug!)

ByteBall

ByteBall hatte ein Kommentarschreiber empfohlen. Hier muss ich aber ein großes SORRY rausgeben: Viel zu riskant. Hinter ByteBall gibt es zwar eine Community, aber auf allen Portalen in denen ich recherchiert habe, war erkennbar, dass die Arbeit und die Sicherheit dieses Projektes mit nur einer Person zusammenhängt. Das ist Wahnsinn. Auch die Verteilung der ByteBalls ist einseitig auf einen Nutzerkreis ausgelegt, der bereits viel BitCoins besitzt. Die Funktionen sind gut! Wirklich! Aber auf das Drumherum kann nur ein gesenkter Daumen folgen.

WAVES

WAVES hatte ich bereits vorgestellt. Die Funktionsmöglichkeit, der momentan trotz Steigerung gute Preis und die günstigen Transaktionskosten machen WAVES attraktiv. Hier zu meinem Beitrag.

MyriadCoin

Eine Währung für alle. Momentan noch billig. Mehr als Währung bzw. Asset ist da aber nicht vorhanden. Die Pflege des Projektes macht einen Solala-Eindruck.

SiaCoin

Ich habe zwar keine SiaCoin, aber die Funktion dahinter ist eine geile Sache. Ich würde SiaCoin tatsächlich ein Top-Rating geben, wenn ich irgendwie könnte. :) Mit SiaCoin könnt Ihr Euren Festplattenspeicher an andere Vermieten und SiaCoins verdienen. Punkt. Das war es. Dezentral, verschlüsselt, nicht zensierbar. Wer meine anderen Beiträge gelesen hat, weiß, dass ich darauf stehe, wenn so ein Blockchain-Asset eine Funktion hat. SiaCoin, momentan sehr günstig, sind für mich ein Kandidat der Zukunft hat. Ein Rechner mit großer Festplatte, Ports freigeben, Synchronisieren und SiaCoins verdienen. Momentan wenig wert, aber die Idee ist super. Die Wertsteigerungsraten bei einem frühen Einstieg wären bei Erfolg gigantisch.

 

So. Das war es. Es gibt noch hunderte anderer Assets. Aber ich bin ehrlich: Ich habe keine Lust mehr andere zu testen. Ich habe die ersten 100 TOP-Coins und ein paar mir bekannte Assets durchgearbeitet. Der größte Teil ist Müll. Aber einige Assets bieten tolle Möglichkeiten. Hier ist alles in Bewegung. Und wenn man es richtig anstellt, kann man Geld machen, aber genauso Geld verlieren.

Auf https://coinmarketcap.com/ könnt Ihr Euch einen Überblick verschaffen.

 

Der letzte Cryptobeitrag wird ein Fazit sein, inklusive ein KowaBit-Asset-Portfolio.

2 Kommentare Alternative Coins | (Cryptobeitrag 6.2)

    1. nackidei

      OneCoin ist eher so ein Murks wie klamm.de. Ein eigener Coin für eigenes Geschäft. Bspw. auch VirWox mit dem LindenDollar geht in die Richtung. Aber viel breiter einsetzbar. OneCoin ist zu schwach.

Kommentare sind geschlossen.