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2022, Audio, Blog, Kenya

Der Löwe und der Hase

Wer diesen Blog verfolgt, weiß, dass ich familienbedingt großes Interesse an Kenia habe. Wer Ostafrika einmal besucht, speziell Kenia, will nie mehr zurück. Wir müssen natürlich. ;). Bei meinem letzten Aufenthalt, bedauerlicherweise vor Corona das letzte Mal, habe ich mir von Einheimischen kurze ostafrikanische Märchen bzw. Geschichten erzählen lassen und Notizen gemacht. Manchmal waren es immer ähnliche Werke, aber im Kern schon speziell.

Ich werde die, die ich wirklich aufarbeiten konnte jetzt nach und nach hier veröffentlichen. Ich werde sie auch noch in einem Buch veröffentlichen. Zusätzlich stelle ich die Geschichten als Audiodatei zur Verfügung. Und was wäre kowabit.de, wenn ich es nicht mit einer technischen Spielerei verknüpfen würde. Das Hörbuch ist jeweils mit Hilfe entweder der Google, der Azure oder der Microsoft Cloud und neuraler Sprachsynthese erstellt worden. 🙂

Die erste Geschichte ist Der Löwe und der Hase.

Audio player with visualization

Es waren einmal ein starker Löwe und ein gerissener Hase. Die zwei unterschiedlichen Tiere schlossen eines Tages Freundschaft miteinander.
Der Löwe sagte zu dem Hasen:
„Lass uns zu den Eltern meiner Frau gehen und mache uns für den Reiseweg sieben Brote.“
Der Hase machte worum er gebeten wurde.
Der Löwe sagte:
„Morgen lass uns aufbrechen. Es wird ein langer Weg.“
So gingen sie noch vor Sonnenaufgang los. Nach einer Weile, der Himmel war bereits hell erleuchtet, sahen sie einen Fluss.
Der Löwe sagte zu dem Hasen:
„In diesem Wasser lebt ein sehr böser Geist. Jeder Reisende muss ihm ein Geschenk geben, wenn er den Fluss überqueren will. Wenn du ihn rufen hörst: ‚Bringe mir etwas. Bringe mir etwas.‘, wirf alle Brote ins Wasser.“
„Ja“, entgegnete der Hase.
„Warte aber noch“, bat der Löwe: „Ich gehe erst in den Busch, um meine Notdurft zu verrichten.“
Der Hase wartete.
Doch der Löwe schlich sich am Ufer entlang und verbarg sich im flachen Wasser. Doch der Hase sah den großen Löwen. Als der Hase plötzlich die Rufe hörte: ‚Bringe mir etwas‘, nahm er herumliegende Steine auf und warf sie kräftig ins Wasser. Er erkannte die Stimme des Freundes. Der Löwe wurde durch die Steine getroffen. Da heulte er auf und schlich zurück an Land.
Sie gingen zusammen weiter. Nach einer Weile sahen sie Beeren am Wegesrand. Der Löwe sagte zu dem Hasen:
„Nimm die weißen Beeren, die schwarzen gehören dem Besitzer des Landes.“
Der Löwe nahm die Früchte von einer Seite der Büsche auf und der Hase auf der anderen. Der Löwe nahm jedoch die schwarzen Früchte, denn es waren die reifen Beeren. Doch auch der Hase las die schwarzen Früchte auf.
Sie gingen weiter. Der Löwe sagte nach einer Weile:
„Ich will sitzen.“
Der Hase sagte ebenfalls:
„Ich will auch sitzen.“
Sie schütteten beide schwarze Früchte aus, um zu essen. Nun ärgerte es den Löwen, dass der Hase seine Anweisungen nicht befolgte.
In seinem Ärger wollte er nichts essen und sagte zum Hasen:
„Du kannst die Früchte allein essen.“
Nach dem Essen gingen sie wieder weiter.
Der Löwe sagte zum Hasen:
„Sollte mir nachher der Leib schmerzen, so musst du mir diese Pflanze holen.“ Er zeigte dem Hasen eine kleine gelbe Blume.
In Wahrheit wollte der Löwe den Hasen eine Weile fortschicken. Das bemerkte der kleine Freund und dachte sich:
„Ich nehme die Blumen jetzt bereits mit mir mit. So muss ich später nicht so weit zurücklaufen.“ Dafür verabschiedete er sich vom Löwen unter dem Vorwand, seine Notdurft verrichten zu wollen.
Er ging ein Stück zurück und nahm heimlich einige der Blumen mit sich. Als er zum Löwen zurückkehrte sagte er:
„Lass uns aufbrechen.“
Sie gingen den Rest des Tages und kamen zum Abend bei den Schwiegereltern des Löwen an. Dort blieben sie.
Der Vater des Hauses kochte gerade Essen und sagte:
„Kommt herein und esst. Ihr habt einen langen Weg hinter euch.“
So gingen sie ins Haus. Der Löwe hätte gerne alles allein aufgegessen. So sagte er dem Hasen:
„Ich habe Leibschmerzen mein Freund. Bitte geh und hole mir die Arzneiblume.“
Der Hase sagte:
„Die Blume habe ich bereits dabei.“
Der Löwe ärgerte sich erneut, dass seine List fehlschlug, und meint:
„Du kannst alles essen. Ich mag nichts mehr.“
Sie blieben bis zum späten Abend und erzählten sich die neuesten Geschichten. Als selbst die Grillen nicht mehr zirpten, gingen sie zu Bett.
Der Löwe hatte jedoch schmerzhaften Hunger. Löwe und Hase mussten im Stall schlafen. Vor Hunger ergriff der Löwe eine Ziege und fraß sie auf. Der Hase aber schläft immer mit offenen Augen und sah was der Löwe getan hatte.
Der Löwe nahm ein Stück Ziegenfleisch und band es auf den Bauch des Hasen fest. Er glaubte sein Freund würde schlafen. Doch er merkte alles und dachte sich:
„Warum macht er das? Er hat es gestohlen. So will ich es ihm unter seine Kleider binden, wenn er schläft.“
So sollte es später in der Nacht geschehen. Das Ziegenfleisch konnte er am Löwen festbinden.
Am Morgen ging der Schwiegervater in den Ziegenstall und sah, dass eine Ziege gerissen wurde. Er sagte:
„Meine Gäste, ihr habt meine Ziege gefressen.“
Der Hase entgegnete ihm:
„Lass uns einen Fluss suchen. Dort springen wir hinüber und du wirst sehen wer der Dieb ist.“
Den Löwen wunderte das. Doch er war sich seiner Sache sicher. Sie suchten also einen Fluss. Der Schwiegervater sagte zu seiner Frau, dass sie zum Fluss aufbrechen wollen und sie kam mit.
Als sie am Fluss ankamen, sprang der Hase als erster Verdächtiger. Er fragte den Besitzer der Ziegen:
„Was hast du bei mir gesehen?“
Der Schwiegervater sagte:
„Nichts.“
Dann sprang der Löwe über den Fluss. Während er durch die Höhe flog, flatterten seine Kleider und das verborgene Ziegenfleisch wurde sichtbar.
„Lasst ihn uns ergreifen“, riefen die Schwiegereltern.
Sie eilten ihm nach und töteten ihn.