Hallo | Hello

Du kannst meinen Blog unterstützen. Gerne nehme ich Geldgeschenke per Paypal entgegen.
Oder Du suchst Dir für einen kleinen Betrag etwas in meinem Spendenshop aus.

Danke.
2021, Blog

Der mögliche mathematische Tod

Der Tod ist allgegenwärtig. Momentan ist der Tod durch Angstzustände bei einigen Mitmenschen nicht ausgeschlossen. Angst diszipliniert aber auch. Das kann in Gefahrensituationen sinnvoll sein, aber nicht immer.

Karl Lauterbach (SPD), ebenfalls allgegenwärtig in der Öffentlichtkeit, hat vor Kurzem davor gewarnt, dass alle Ungeimpften bis zum Frühjahr selbst geimpft (wobei das eher eine Annahme sein wird), genesen (weil infiziert und überlebt) oder eben gestorben sein werden.

Das wäre alles fatal. Ja wirklich! Jedenfalls für die Betroffenen. Zusätzlich wäre es fatal für die regierenden Parteien auf Bundes-, Landesebene und sogar für die kommunale Ebene. Es würde nämlich bedeuten, dass wir den Kampf gegen eine noch immer unbekannte Krankheit aufgegeben hätten, weil es uns egal ist.

Um das nachzuvollziehen, müssen wir uns der Mathematik bedienen.

Die Wintermonate werden bis Februar gezählt. Der Frühling von März bis Mai. Also sind wir großzügig und nehmen nicht den 21.März, wie in einigen Presseberichten genannt, sondern einfach den 31.Mai. Von heute an, dem 05.11.2021, sind das noch 208 Tage.

Wir haben aktuell 4.709.488 (Dashboard zählt weiter!) Genesene und 55.724.473 (Stand 05.11.2021) Zweifach-Geimpfte. Fallen also zum jetzigen Zeitpunkt 60.433.961 Personen raus. Bei einer Bevölkerung von 84.145.785 (Dashboard zählt weiter!) Einwohnern sind noch 23.711.824 Impfunfähige oder Impfunwillige vorhanden.

Nicht einberechnen können wir den Impffortschritt, sowie den Impfstatusverlust ab Januar, sowie unerkannte Infektionen und Impfdurchbrüche. Diese nicht berechenbaren Größen fallen jetzt raus. Das Ergebnis wird also total ungenau. Eine oberflächliche Rechnung aufgrund einer Annahme.

Nach Karl Lauterbachs Annahme und meiner Rechnung werden also noch 23.711.824 Menschen betroffen sein bis zum Frühjahr, dessen Berechnungsende ich jetzt auf den 31.Mai festlege.

Bei 208 Tagen wäre das eine Infektionsrate von durchschnittlich 113.999 Menschen pro Tag, die nachweislich mit dem Coronavirus infiziert werden müssten. Da wir heute am 05.11.2021 mit 37.120 Fällen den höchsten Wert seit dem Frühjahr erreicht haben, wäre eine fast Verdreifachung nötig.

Jetzt ist es so, dass eine solch hohe Zahl eindeutig zeigen würde, dass wir keine Pandemie mehr bekämpfen.

Wie könnte man feststellen, dass wir keine Pandemie mehr bekämpfen?

Das ist einfach:

1. Es gibt keine kostenlosen flächendeckenden Schnelltests mehr. Keine Vorbeugung.

2. Abstandswahrende Regeln, wie bspw. verpflichtendes Home-Office, wird nicht mehr verlangt.

3. Menschengruppen, die sich infizieren können, kommen zusammen. (G1, G2, G3)

4. Kontaktverfolgung findet nicht mehr ausführlich statt.

5. Maßnahmen werden nicht kontrolliert.

6. Urlaub in Risikogebieten wird ermöglicht und ist wichtiger als Gesundheitsschutz.

7. In Räumen mit vielen Menschen gibt es bspw. keine Luftfilter.

8. Es gibt keine Anstrengungen fehlendes Personal im Pflege- und Gesundheitssektor zu ersetzen oder auszubilden, oder die Arbeitsbedingungen zu verbessern.

9. Krankenhausbetten werden abgebaut, auch Intensivbetten. Ganze Krankenhäuser werden geschlossen.

10. Eigentlich hat keiner mehr Bock drauf. Vor allem nicht die Bildungsverantwortlichen, die Schulen und Universitäten digital hätten fit machen können, um cooler in Lockdowns gehen zu können.

11. Die Wähler*innen stimmen weiterhin für Parteien und politisches Personal, die in Dauerschleife versagen.

12. Statt das politische Langzeitversagen zu analysieren, suchen Journalisten auch nur Schuldige Einzelpersonen (Kimmich, Wagenknecht, Precht) und erfüllen ihren Auftrag nicht.

13. Impfzentren werden geschlossen, obwohl viele Ihren Status verlieren und anzunehmen ist, dass die Wirkung der Brühe wohl nicht so dolle ist.

Ich war immer Anhänger der Zero-Covid-Strategie. Konsequent dichtmachen. Die ist aber ebenfalls gescheitert. Bei uns wird jedoch nur auf die Impfung als Rettung geachtet, während alle anderen notwendigen Investitionen oder Verbesserungen am System ausgeschlossen werden. Lösungen und Verbesserungen werden nicht einmal angedacht. Statt Sondertreffen für Grundrechtseinschränkungen, hätten Sondertreffen zur Verbessernung des Gesundheitsapparates stattfinden müssen. JEDEN TAG!

Bei 23.711.824 möglichen Fällen in 208 Tagen, was dann etwa die 4 bis 5-fache Zahl aller bisher Infizierten (Genesenen) nach fast 19 Monaten betreffen würde, und einer Sterblichkeitsrate von 2,19%  (auch, wenn die Zahlen mittlerweile öfter angezweifelt werden), müssten wir nach dieser oberflächlichen Rechnung aufgrund einer Ahnung eines Mannes von circa 519.289 weiteren Todesopfern bis Mai ausgehen. Nach der  Mortalität nach Alter bei den bisherigen Verstorbenen würde die Opferzahl bei über 80-Jährigen (Jahr 2020, 69,74%) bei meiner oberflächlichen Annahme bei 362.152 und dem entgegengesetzt bei unter 30-Jährigen (Jahr 2020, 0,13%) bei circa 675 liegen (1, 2, 3). (Würden wir nur den Median der Infektionssterblichkeit heranziehen, wären wir nur bei circa 10% dieser Opferzahlen.)

Die Lauterbach-Annahmen sind jedoch wohl genau so richtig, wie das angenommene Massensterben unter Geimpften durch die Verschwörergemeinde und meine Rechnungen. Die Frage, ob wir überhaupt in einer Pandemie stecken, werden wir wohl auch erst in einigen Monaten beantworten können oder wollen. Bekämpfen tun wir jedenfalls keine. Und wenn wirklich nochmal was Schlimmeres auf uns zukommen sollte, dann sind wir darauf jedenfalls auch nicht vorbereitet. Wir wollen nicht mal die Fehler der letzten Monate/Jahre ausbügeln. Und wenn ein geimpfter Mensch Angst vor der Überlastung des Gesundheitssektors hat, dann hoffe ich, dass diese Person niemals Union, SPD, Grüne, AfD oder FDP gewählt hat. Dann wäre nämlich eine Intelligenzspritze notwendiger gewesen. Sollte Karl Lauterbach, was nicht passieren wird, Recht behalten, hätten wir jedenfalls wirklich jegliche Pandemiebekämpfung eingestellt. Politisch, wie zivil. Dann ist das aber gewollt. Von allen Seiten.

Vielleicht wäre es angebracht einfach mal entspannter und angstfreier mit der Situation umzugehen, weiter respektvoll zu sein und Hygienemaßnahmen einzuhalten. Druck, Impfpflicht oder der Ausschluss von Menschen aus der Gemeinschaft wegen individueller Entscheidungen kann nicht die Lösung sein. Darf es auch nicht. Vertrauen in Parteien, deren Abgeordnete sich mit Deals die Taschen füllen und in der Vergangenheit kein Interesse am Wohl der Menschen hatten, genau wie Vertrauen in die Pharmaindustrie uns Gutes tun zu wollen, ist definitiv fehl am Platz.

Wir brauchen ebenfalls mehr Ehrlichkeit: Wie wichtig sind uns wirklich die Alten und Schwachen, oder die Mitarbeiter*innen im Gesundheits- und Pflegebereich?
Wenn ich die Gesellschaft aus meinem Blickwinkel betrachte, dann sind diese Bevölkerungsgruppen für die Mehrheit der Menschen nicht von Bedeutung, denn dann hätten wir die jetzigen Diskussionen und Verhältnisse gar nicht. Leider ist die Mehrheit der Menschen nicht in der Lage eigenes Verhalten zu reflektieren.

 

This message goes only to me! Encrypted with PGP. | Diese Nachricht geht nur zu mir. Verschlüsselt mit PGP.

 

Die Quellen habe ich durch Zufall über die Webseite https://corona-reframed.de/ gefunden und im Rahmen meiner Möglichkeiten nachvollzogen. Fehler sind natürlich möglich. Ich habe jedoch nicht alle Werte von dort übernommen.