2020, Blog

Günstige Laptops

Dieses Jahr ist es echt schwer noch günstige Laptops zu bekommen. In meinem Umkreis versuche ich immer freundschaftlich zu helfen. Leider kommen manche Hilfeersuchen erst nach dem Kauf. Dann ist es meist zu spät.

Gerade für Schüler*innen ist es momentan interessant. Die Schulen werden gerade mit Internet & WLAN ausgestattet, manche Schulträger werfen auch sinnlos Tablet-PCs unter die Schüler, doch das Schulsystem ist gar nicht auf digitale Bildungsangebote vorbereitet. Was solls. Anfang der 90iger wurden auch Informatikräume ausgerüstet, die dann im ersten Jahrzehnt dieses Jahrtausends als veraltet galten und kaum mehr genutzt werden konnten.

Das gleiche Ergebnis wird die ziellose Hardwarebeschaffung momentan bringen. Sorry, aber die, die es damals verk*ckt haben, sind immer noch dran. Wird leider nichts.

Trotzdem ist es spannend wie Eltern momentan Ihre Kinder mit Hardware ausstatten wollen. Manche machen den Fehler und kaufen Tablets, wer etwas weiter denkt setzt auf Notebooks. Oder habt Ihr schon mal einen einzigen Menschen ausgemacht, der mit einem Tablet etwas anderes außer Spielen und Surfen macht und dauerhaft produktiv ist?

Gott sei Dank ist die Mehrheit der Eltern finanziell nicht dazu in der Lage High-End-Geräte zu kaufen, die nur zum Zocken geeignet sind. So bleibt der Fokus auf Mittelklassegeräte oder darunter.

Ich musste eine Menge Leute vertrösten, wenn sie mich gefragt haben was man denn jetzt zu Weihnachten kaufen könnte. Mittelklasse? Kaum mehr zu haben. Liefertermine im Frühjahr. Ab und zu kommt noch was durch.

Vor Verzweiflung wird auch mal an kleinere billige Geräte gedacht. Das ist grundsätzlich nicht falsch, wenn man genau hinschaut.

Bedauerlicherweise landen alle bei Windows-Laptops. An Linux und das dortige Softwareangebot denkt kaum jemand. Ich habe es deshalb aufgegeben und helfe wenigstens dabei nicht so ganz falsche Entscheidungen zu treffen.

Also, ja, man kann mit Laptops bis 400 Euro für Schulkinder arbeiten. Die Leistung der Geräte erlaubt keine unsinnigen Spiele, sondern die Kleinen sind eher eingeschränkt. Internet für Schule, Lernapps (,wenn es mehr als ANTON sein soll), Videochats (,wenn Schule das kann), E-Mail für Kommunikation. Das reicht völlig aus. Diese Entscheidung habe ich für meine Tochter auch getroffen und es nicht bereut. Die Nutzungszeiten sind gering und nur auf das Nötigste ausgerichtet. Natürlich mit Adminkonto für die Eltern und Nutzerkonto für die Kids.

Wer seine Kinder die Tastatur beibringen möchte, die Maus und Funktionstasten, der muss das machen, was Leute in meinem Alter gemacht haben. Ein paar einfache Spiele installieren für Zwischendurch.

Empfehlung für eine Internetsuche nach kostenlosen Spielen:

  1. Bombermaaan
  2. Pingus
  3. Super TuxKart
  4. LinCity NG

Einfach und gut. Gewaltfrei und trotzdem spannend. Aber nicht süchtig machend.

Weitere Software:

  1. LibreOffice (Open Source, kostenlos)
  2. Wer Geld für eine Lizenz von Microsoft Office ausgeben will, soll das tun.

Bei Windows 10 und Einsteigern würde ich einfach den von Microsoft verhunzten Chrome nutzen. Allein wegen der Updates. Firefox geht auch, aber dann muss man schon tiefer mit den Kids arbeiten. Für manches Update ist auch mal ein Admin-Passwort nötig. Das schaffen die wenigsten Eltern in diesem Bereich.

Jetzt kommen wir zur Hardware und da musste ich bereits zwei Bekannte abweisen. Bedauerlicherweise werden tatsächlich noch billige Laptops verkauft, die einmal mit Windows 10 S bestückt sind, was bedeutet, dass man nur den Windows 10 Store nutzen kann. Schlimm. Ich habe es versucht. Aber diese Storeabhängigkeiten sind grausam. Deshalb wird auch mit allen Mittel dafür gesorgt, dass Store oder XBox-Geschichten aus dem Blickfeld der Nutzer fallen (bspw. mit WPD oder IOBit-Uninstaller oder anderen Lösungen).

Was jedoch neben Windows 10 S überhaupt eine der größten Frechheiten ist, ist die Tatsache, dass Hardware-Hersteller tatsächlich noch Windows 10 Geräte anbieten, die 32 GB oder 64 GB Festplattenspeicher haben (meist eMMC-Speicher). Ich komme aus dem Würgen bei solchen Angeboten nicht mehr heraus.

Gerade jetzt arbeite ich parallel an einem günstigen Gerät für 400 € brutto mit einer 128 GB SSD. Nur Windows drauf. Der nicht gewünschte Müll bereits deinstalliert. Die aktuellen Updates und Versionsupgrades laufen rein und 62 GB Festplattenspeicher belegt. Man könnte jetzt mit externen Speichern arbeiten und sich Arbeit machen, wenn man nur eine 64iger Kiste gekauft hat, aber dazu habe ich keine Lust. Wenn man sich für so einen Unsinn entscheidet, dann muss man selbst klarkommen. Das mache ich nicht mehr. Auch, weil die Gefahr besteht, dass mam dann immer helfen muss, wenn mal wieder ein Update ansteht. Wer sich für ein günstiges Gerät entscheidet, was okay ist, sollte wenigstens darauf achten, dass 128 GB SSD verbaut ist. Das erspart Stress. Natürlich auch 4 GB Arbeitsspeicher im Minimum und wenn schon Windows 10, dann mindestens Home.

Das sollte die schlechteste Entscheidung sein die Ihr treffen solltet, um zwei bis vier Jahre über die Runden zu kommen.

 

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