2020, Blog, Kenya

Kenya: An der Cryptofront

Vor einem Jahr schrieb ich eine Geschichte über Bitcoins. Die Cryptowährung hatte den kenianischen Markt erreicht und sogar Restaurants dazu gebracht sie als Tauschmittel zu akzeptieren – ein klassisches Beispiel dafür war in Nyeri.

Heute ist die Geschichte ein wenig anders. Am Anfang ging es um Träume vieler junger Menschen, die über Nacht Millionäre werden wollten. Oder es machten Geschichten von technisch versierten Geschäftsleuten die Runde, die Tag und Nacht Pläne schmiedeten, wie man Menschen dazu bringen konnte in diese Währung zu investieren. Und dann die Erfolgsgeschichten darüber wie Menschen beim Handel mit Krypto-Währung, insbesondere Bitcoin, Millionen verdient haben.

Vieles davon sind Märchen. Dennoch sind viele Menschen darin aktiv. Auf localbitcoins.net kann man sich einen Eindruck verschaffen.

Die kenianische Regierung hat das zur Kenntnis genommen und warnte über die Zentralbank davor Investitionen vorzunehmen. Sie bezeichnen es als Pyramidensystem, das am Ende chaotisch zusammenbricht und zu einem großen Betrug werden kann.

Der Chef der Zentralbank benutzte ausdrücklich das Wort Pyramidensystem und richtete eine kurze Warnung an alle kenianischen Banken sich davon fernzuhalten. Denn anders als gedacht, hatten die Finanzinstitute Angst Kunden zu verlieren, die dem Kryptowahnsinn folgen wollen. Interessierte Personen konnten so von einem Investment abgehalten werden.

Verboten oder illegal ist es nicht. Die Möglichkeiten wurden nur selbstregulierend verkleinert. Für einige Menschen, die immer noch das Flüstern vom Reichtum durch Kryptowährungen hören, war es jedoch gut so. Andere lassen sich trotzdem nicht aufhalten.

Wer das jetzt gelesen hat, muss mir den Gegenwert von einem Bitcoin per Paypal senden. 🙂 *smile*

 

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