NEM / XEM | (Cryptobeitrag 1)

BitCoin? Altbacken. Überbewertet. Außer einer Idee ist nichts geblieben. Er ist zwar ziemlich viel Wert im Moment, aber mehr auch nicht. Nun gut, die CO2-Bilanz ist eine Katastrophe, aber hey. Wen juckts? Ich empfehle zur Sicherheit KOWACOINs! BTC: Eine Geldanlage mit dem kompletten Risiko beim Nutzer. Wie wäre es stattdessen mit einem neuen BitCoin? Wie wäre es mit XEM ? Die/Der/Das New Economy Movement (NEM) mit seinem Coin dem XEM. Der ersten public/private Blockchain-Kombination.

Wie bei BitCoins handelt es sich um ein Anlageobjekt. Wie jede Cryptowährung handelt es sich um einen Asset. Eine Investition, Anlagevermögen oder in diesem Fall, werden wir später sehen, auch die Möglichkeit das Gesamtvermögen eines Wirtschaftsobjektes darzustellen. Blockchain-Assets sind aber auch eine Möglichkeit als Tauschmittel eingesetzt zu werden, deshalb wird auch ziemlich viel damit gezockt. Die meisten Cryptowährungen existieren nur, um sie zu handeln. Mehrwert? Pustekuchen! Sie haben keinen Markt, um Dienstleistungen oder Produkte zu kaufen. Sie bieten den Nutzern nichts weiter an außer den Besitz. Bei NEM werden aber auch andere Ziele verfolgt.

Das Risiko der Investition liegt aber auch bei NEM/XEM ganz beim Nutzer. Bei XEMs wie auch bei BitCoins. Bei BTC maßgeblich was die Sicherheit des elektronischen Portemonnaies betrifft. Also das BackUp der notwendigen Datei (Wallet) und die Sicherheit über die Datenträger auf denen die Datei liegt. Ziemlich viel Verantwortung. Bei Defekt: Alles futsch. Egal wieviel Geld man investiert hätte. Alles weg! Ein massiver Verlust an Wert in harter Währung und ein Umtausch in € macht keinen Sinn mehr. Oder bei Verlust des Passwortes. Irgendwo in der Blockchain der BitCoins liegen wahrscheinlich hunderttausende Konten auf die einfach niemand mehr zugreifen kann. Pech. Die Rettung aussichtlos oder falls doch noch möglich so schwierig und teuer, dass der Einsatz nicht lohnt. Viele BitCoins werden immer ungenutzt bleiben.

Im Vergleich zum BitCoin liegt der Preis der XEMs jedoch weit darunter. Während für einen BTC beim Schreiben dieses Beitrages ca. 1.200 € ausgegeben werden, sind es beim XEM gerade mal 0,022 €. Der Verlust eines BitCoins ist also schmerzhaft. Der Verlust eines XEMs momentan weniger. Außer natürlich Ihr habt ordentlich XEMs eingekauft oder verdient. Die 2,2 Cent pro XEM-Stück sind verkraftbar. Eine Investition in 1.000 XEM kostet nach diesen Zahlen ca. 22 €. Die Zocker unter Euch werden jetzt gierig. Was ist, wenn der XEM mal wie der BitCoin 1.200 € wert ist? Nun, dann ist die Investition von 20 € eben mal 1,2 Millionen € wert. Yeah! Ob der Wert je dahin kommt? Einfach mal 5 Jahre liegen lassen. Oder die Möglichkeiten nutzen, die bereits jetzt mit dem XEM möglich sind und eine XEM-Handelskultur aufbauen.

Naja, und wenn die Walletdatei dochmal weg ist, dann kann man bspw. in der App den privaten Schlüssel, den man in jedem Wallet findet und irgendwo hinschreibt, eingeben und sein Passwort dazu und schwuppst, ist das Konto wieder da. Sch**ß auf BitCoins. Pioniere einer neuen Äre haben selten überlebt.

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NEMs XEMs haben etwas, was BitCoins nicht haben. Ein Konzept, Funktionen (auch in Entwicklung) und Partner im Hintergrund. Ich bin ganz ehrlich: Ich finde die XEMs attraktiv. Vielleicht auch, weil ich ein Herz für Außenseiter habe.

NEM baut auf eigenen Code. Ohne in die Tiefe zu gehen, weil sich auch mir Vieles gar nicht erschließt, übernehme ich mal die beworbenen Funktionen und erkläre es soweit ich es selbst im Test und Lesen der zur Verfügung stehenden Dokumente und Funktionen begriffen habe. Und Gott, ja, berichtigt mich, wenn ich etwas falsch beschrieben habe, weil es einfach sein soll.

Die Macher bewerben Ihre Arbeit zum Thema Sicherheit mit Stichworten wie Knotenpunkt-Reputation, Spamschutz, 2-schichtiges Design, Supernodes und Lightwallet => Die eigene Blockchain soll nicht überschwemmt, Buchungen schneller verarbeitet werden, die Kommunikation läuft schnell ab und eine Integration für Händler soll vereinfacht werden.

Zur Arbeit mit XEMs existiert ein HTML-Wallet – Das nanoWallet. Runterladen und die start.html im Browser aufrufen. Konto anlegen und loslegen. Sieht dann etwas mehr nach Desktop aus, aber funktional. Hier ist nur wichtig, dass Ihr unbedingt den privaten Schlüssel und das Wallet sichert. Sollte Eure Hardware mal defekt sein oder Ihr einen Systemcrash haben, könnt Ihr trotzdem weitermachen.

Der Funktionsumfang geht über geschürfte Ergebnisse wie bei BTC hinaus. Mit den XEMs ist es möglich Verträge mit mehreren Signaturen zu versehen, Namespaces einzurichten, XEMs zu ernten, auch Nachrichten zu versenden und diese Nachrichten auch zu verschlüsseln, sowie mit Mosaiks zu arbeiten. Klingt kompliziert, ist es manchmal auch.
Was die Mosaik betrifft, musste ich erstmal ein wenig rumspielen. Andere Cryptoanbieter nennen es Token. Es sind eher symbolische Buchungen realer Werte oder von Ideen. Du besitzt bspw. ein Unternehmen mit einer eigenen Immobilie. So kannst Du ein Mosaik mit dem Wert der Immobilie erstellen und sie Aktenkundig machen. Wert, Zeitstempel, Texte hinterlegen. Gebucht wird aber nur bspw. 1 XEM.
Die Sache mit dem Nachrichtenversand ist klar und einfach. Die App-GUI wirkt dann wie SIGNAL oder WhatsApp. Man muss nicht mal XEMs versenden, sondern kann auch leere Überweisungen vornehmen, wenn man stattdessen eine Nachricht verfasst. Die Kosten in XEMs für den Versand orientieren sich immer an Größe und Komplexität (Verschlüsselung). Ganz kostenlos geht es also nicht.
Wenn Ihr mir also über des NEM / XEM Netzwerk eine verschlüsselte Nachricht zukommen lassen wolltet, dann müsstet Ihr die Adresse NCDTMU-7FHPA5-RDVEUH-LRZ5B6-ZVX66I-WLSEFE-SYQN als Ziel verwenden und ein paar XEMs auf dem Konto haben. Wer es mal probieren will, kann mir per Formular oder E-Mail gerne seine NEM-Wallet-Adresse zusenden. Ich antworte dann direkt auf Eure NEM-Adresse. Umgekehrt werden Spenden natürlich auch angenommen. ;) Und ehrlich: Behaupten zu können 1.000 [Währungseinheiten / Assetanteile / XEM] an kowa überwiesen zu haben, ist doch voll cool. :)

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Über die Android-App für Euer Smartphone können geschäftstätige Nutzer bspw. auch Rechnungen erstellen (Titel, Betrag, Bezeichnung = QRCode) und den Kunden gleich abkassieren. Nicht ganz so neu, denn das findet man auch in Apps für andere Währungen. Hier der Vorteil: Es geht schnell. Man muss nicht noch warten wie bei BitCoin mittlerweile üblich. Außerdem ist die Transaktionsgebühr günstiger.  G Ü N S T I G E R !
Das Ernten der XEMs soll – ich konnte wegen fehlender Masse nicht testen – mit 10.000 XEMs möglich sein. Man kann seine XEMs also arbeiten lassen.
Für weitere Funktionen muss man gut 5.000 XEM opfern. Damit kann man innerhalb des Blockchains einen Namensraum definieren. Auf Grundlage dieses Namensraumes kann man konkrete Subnamensräume definieren. Buchhalterisch interessant. Bspw.definiere ich den Namensraum kowabit. Dann definiere ich kowabit.inventar, anchließend kowabit.soll, dann kowabit.haben. Ich baue also eine Buchhaltung auf in dem ich den Namensräumen Mosaike zuordne oder umgekehrt. Durch die Dokumentation in der Blockchain entgeht kein Detail. Es kann Spaß machen damit zu spielen. Ganz durchgestiegen, bin ich aber ehrlich gesagt nicht. Mir fehlte die persönliche Anwendungsorientierung. Mich interessieren die XEMs eher als Zahlungsmittel.

Die mobile App fürs Smartphone (Android) ist gut und einfach. Konto anonym anlegen, Namen vergeben, Rechnungen herausgeben oder scannen , App mit PIN sichern, auch mehrere Konten anlegen, Kontakte anlegen, Überweisungen tätigen und Nachrichten versenden, auch verschlüsselt. Von der Geschwindigkeit her ist das NEM-Netzwerk mit Abstand besser als BitCoins. E S   I S T    S C H N E L L ! Im Test waren es ca. 10 Sekunden und alles war verrechnet. Selbst, wenn es nur Glück war. Hatte ich bei BTC nie. Auch der Import eines Wallet per privaten Schlüssel ist möglich. Alles was man benötigt. Die Verlustangst, die BitCoins mit sich bringen, existiert hier nicht. (Einige Wallets erlauben auch bei BitCoins derartige Wiederherstellungen! Die Anfänge waren aber katastrophal schlecht.) Handeln oder zocken kann man mit der App nicht. Aber das ist auch gut so.

Die Jungs von NEM betreiben ihr eigenes Netzwerk und zusätzlich zu XEM noch Mijin. Mijin wird von einigen asiatischen Banken zum Test für die Arbeit mit der Blockchain genutzt und basiert auf NEM. Ich erinnere an das DarkNet-Gespräch und dem Tipp vor der Finanzindustrie den Kniefall zu machen.

Alle Transaktionen, Mosaike etc. sind hier einsehbar: https://explorer.ournem.com .

Alle Informationen, Hilfestellungen und Material, um meine Fehler in diesem Beitrag auszubessern, findet Ihr hier: https://nem.io. Für den Ersten der Fehler findet, gibt es dann eine XEM-Überraschung. Vielleicht sollte ich grundsätzlich für gute Tipps aus der Leserschaft mit Cryptowährungen Belohnungen ausloben. ;)

Die Mosaik, bzw. Token-Funktion zeige ich auf ähnlicher Art und Weise im kommenden Beitrag Nr.2 anhand eines anderen Crypto-Assets. Da wird dann auch wieder KOWACOIN eine Rolle spielen. ;)

Die APP könnt Ihr einfach aus dem Playstore runter auf Euer Smartphone ziehen und testen. Hier einige willkürliche Desktopeindrücke von NEM / XEM / nanoWallet:

2 Kommentare NEM / XEM | (Cryptobeitrag 1)

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