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2022, Blog

Notizen – Wie startet man eine Revolution?

Wie startet man eine Revolution? Ein Leser fragte mich, ich antworte. Eine Revolution ist leicht. In diesem Beitrag erkläre ich verschiedene nutzbare Techniken zur Kommunikation, sage etwas zur Planung und zur Durchführung. Ich greife auf Techniken aus anderen Staaten zurück, wo es bunte Revolutionen gab. Ich schreibe nicht drum herum, sondern komme gleich zum Punkt. Grundsätzlich ist das aber alles nur ein Planspiel. Geeignet für ein Rollenspiel. Ein theoretisches Gedankenspiel für Menschen, die in unschönen Zeiten unschöne Führung aushalten müssen. 🙂 Versprochen.

Vorab: Meine Empfehlung zur Veränderung der Gesellschaft ist der Eintritt in eine politische Partei. Das Übernehmen organisatorischer Verantwortung und damit die Bestimmung des inhaltlichen Kurses. Später die Übernahme politischer Verantwortung durch Kandidaturen, gewählt werden und dann die Bestimmung des öffentlichen Kurses. Das ist der Weg. Er ist langsam. Er ist mühselig. Er ist garniert mit Niederlagen, Hass und Feindschaft, mit Lernprozessen, aber es ist der richtige Weg. Wenn ihr diesen Weg aufgrund der Karriere und Abzockmöglichkeiten einschlagt, seid Ihr ein Arschl*ch. Davon gibt es schon zu viele.

Der Falsche Weg ist eine Revolution. Ein Umsturz, ein Putsch. In der Regel und unausweichlich mit Gewalt gepaart. Das bedeutet es kommen Menschen zu Schaden.

Dennoch spielen wir die Möglichkeiten jetzt durch. Ich bin fest davon überzeugt, dass Ihr auch Ideen habt was man besser machen könnte. 🙂

 

Der Plan

Für eine Revolution gibt es immer einen Grund. Entweder hat die Bevölkerung nichts zu essen, ist pleite, wird betrogen und belogen und die Existienz ist soweit gefährdet, dass es keinen Grund mehr gibt sich zurück zu halten. Für die Politik, die ein Ohr am Menschen hat, ist das kein Problem. Lebt die Politik, als eigene Klasse, in einer Blase, die weit weg von der Realtität ist, kann es gefährlich werden. Natürlich gibt es in eher instabilen Gesellschaften auch mal den Wunsch der Konkurrenz, nicht auf natürliches Ableben oder andere Wahlergebnisse zu hoffen. In der Regel kommt es dann zu einem Militärputsch.

Eine Revolution scheitert bereits, wenn man sie falsch plant. Falsch ist die Planung, wenn man am Ende das Ziel hat als Initiator selbst auf dem Thron zu sitzen. Die Konterrevolution wartet dann nicht lange und es nimmt jemand anderes den Siegerposten ein. Intelligenter wäre eine Revolution an dessen Ende nicht die Initiatoren die Führung inne haben und auch ganz konkret ausgeschlossen werden von Ämtern, sondern ein Neustart der Ordnung und die Neuwahl demokratischer Gremien das Ziel ist. Eine Revolution, die keine Angst macht, sondern einen Schlussstrich unter die Vergangenheit zieht. Sozusagen das Durchsetzen von Neuwahlen. Von der Straße eben.

Natürlich ist das völlig undemokratisch. Wenn 20% auf die Straße gehen (oder weniger) und ein Regierungssystem stürzen, dann sind die anderen 80% möglicherweise verärgert. Glaube ich zwar nicht, weil das politische Desinteresse eher überwiegt, aber möglich wäre es. Im Grunde ist die schweigende Mehrheit eigentlich das Problem in einer Krisenzeit. Eine laute Minderheit hat deshalb weit mehr Gewicht, als manche Menschen annehmen. Nach einem Umsturz  würde eine zeitnahe Fernsehansprache mit konkreten Zielen zur Verbesserung der Situation befriedend wirken. Wer in andere Länder mit Putscherfahrung schaut, sieht ein ähnliches Muster. Unzufriedenheit – Putsch – Fernsehansprache. Entweder es beruhigt oder es gibt Straßenschlachten. Dieses Vorgehen ist also nicht neu.

Es gibt natürlich noch einen weiteren undemokratischen Aspekt der nicht außer Acht gelassen werden darf. Die 80% schweigende Mehrheit könnte auch eine Ansammlung von Idioten sein, die tatsächlich wissentlich Korrupte, Doofe und Kriminelle gewählt haben, weil sie gar nicht demokratiefähig sind, sondern einfach nur medial beeinflussbar gegen eigene Interessen wählen, statt  nachzudenken. Da wären 20% Leute natürlich ziemlich sauer. Aber das nur am Rande.

Reicht eine eigene kleine Gruppe? Nun, Lenin hatte das mal vor über einhundert Jahren geschafft. Heutzutage eher unwahrscheinlich. Man muss sehr viele Leute einbinden und vor allem muss man Leute kaufen oder anders überzeugen. Kaufen würde voraussetzen viel Geld zu haben. Ob wir einen Putsch von Leuten haben wollen, die viel Geld besitzen, wage ich zu bezweifeln, da die handvoll reicher Leute, die nicht ihre eigenen Interessen über die Interessen der Masse stellen, dann doch sehr klein sein wird. Vermutlich liegt die Zahl dieser Leute bei circa Null. Also müssen weitere Beteiligte überzeugt werden. Dazu später mehr. Orientierung finden wir dafür in der total genialen Netflix Serie „Haus des Geldes“. Sehen wir später.

Also machen wir einen kleinen Plan mit festen Zielen:

– Keine Gewalt

– Keine eigene Machtübernahme

– Bestehende Führungsstrukturen entlassen

– Demokratische Verhältnisse verbessern

– Alle mitnehmen

– Beteiligte überzeugen, nicht kaufen

Eine Komponente ist erstmal nicht planbar. Was ist, wenn der Plan schief geht? Dann hat man die Wahl: Eskalation mit allen harten Folgen, oder Unterwerfung unter diejenigen, die man loswerden wollte. Die werden natürlich auf Rache sinnen und man gerät immer an die richtigen Richter. Und um die Freude zu nehmen: Es wird schief gehen. Deshalb: Lasst es.

 

Revolution im Schnelldurchlauf

 

Kommunikation

Die Kommunikation ist das Wichtigste. Im Zeiten digitaler Überwachung muss aber alles gut durchdacht werden.

Wir könnten Facebook, Twitter, Youtube, Telegram oder WhatsApp nutzen. Problem: Sie sind nicht frei sondern unterliegen gesetzlichen Bestimmungen. Löschen von Kanälen, Nutzern und Zensur sind mittlerweile Alltag. Wer nur privat kommuniziert merkt das kaum. Wer politisch und kritisch ist, stellt die Probleme immer wieder fest. Zusätzlich kann eine Regierung auch dafür sorgen, dass kommerzielle Netzwerke einfach abgeschaltet oder blockiert werden.

Damit wäre eine umfassende Revolution schwer möglich.

Wie verteidigen wir uns also? Richtig: Mit alternativen Werkzeugen:

1. VPN

Die Gruppe mietet VPN-Server über die entsprechend Traffic läuft. Dafür sucht man sich Hoster, die mit Cryptos oder Gutscheinen anonym bezahlt werden können. Keine kommerziellen VPN-Anbieter. Alle extra neu gekauften Smartphones (ohne Kundenregistrierung beim Verkäufer) werden zu diesen VPN-Servern verbunden. Ob man diesen Kommunikationsstrang nur über öffentliche HotSpots nutzt, muss das Team selbst entscheiden. Besser ist es. Zur Not hostet man auf dem VPN-Server noch ein unverfängliches HTML5-Spiel. „Ich habe doch nur gespielt, Herr Diktator.“

2. Kommunikation verhindern

Zusätzlich empfiehlt sich eine App wie NetGuard, um nur die Kommunikation im bspw. Android zu erlauben, die notwendig ist.

3. Netzsperren umgehen

Sollte das VPN Probleme bekommen, was möglich ist, muss Antizensur-Software genutzt werden. Hier bietet sich Psiphon an. Geeignet für Leute, die in einem Land leben in dem Internetzensur und Überwachung zur Unterbindung demokratischer Prozesse und Proteste üblich wird. Psiphon ist nicht der letzte Schrei, aber nutzbar.

Eine weitere Möglichkeit bleibt das TOR-Netzwerk.

4. Messenger

E-Mail, Briefe, Chats sind eigentlich Out. Die Daten liegen auch zu lange vor. Messenger mit Verschlüsselung und jenseits kommerzieller Projekte sollten ausgewählt werden.

5. Soziale Netzwerke

Soziale Netzwerke sind in der Regel kommerziell. Facebook, Instagram, Telegram oder Twitter unterliegen Regeln. Ein dauerhafter Verbleib ist in der Regel nicht möglich in heißen Phasen.

So gibt es Alternativen, die nutzbar sind:

Mit Mastodon können existierende Server genutzt werden oder eigene Systeme aufgebaut werden. Apps sind vorhanden. Risiko einer Abschaltung existiert hier aber auch, da es dennoch zentrale Server gibt.

Eine weitere Alternative ist vorzuziehen:

Manyverse arbeitet vollständige ohne zentrale Server. Kommunikation läuft über Bluetooth, WLAN oder Internet. Ein oder zwei kleine unauffällige Internetserver als Knoten können aufgesetzt werden, um viele Leute über das Internet einzuwerben. Sollte mal einer Hopps gehen, kann man einen neuen Aufsetzen. Da reicht ein virtuelles 1 € Gerät. Aber: Die zentralen Knoten sind nicht nötig! Gut ist die WLAN-Option. Selbst auf Demos kann man einen oder mehrere mobilen Hotspot mit sich tragen. Der Hotspot benötigt kein Internet. Alle können in Manyverse kommunizieren und sich gegenseitig als Backup nutzen. Anonyme Nutzung. Selbst, wenn das Internet abgeschaltet wird, kann man im Rahmen eines eigenen WLAN-Netzes weiterhin kommunizieren.

(Wer Zeit hat mir einen eigenen Server gehärtet aufzusetzen, bin ich immer dankbar. Ich würde einen 1 € Server spendieren. 🙂 Pflegen kann ich ihn aber nicht. )

Briar bietet ebenfalls mehr als Messenger und arbeitet ohne zentrale Datenknoten.

6. Live Gespräche mit vielen Personen

Vor einer Weile hatte ich Mumble vorgestellt. Eine Möglichkeit einen Audiochat mit vielen Menschen gleichzeitig durchzuführen. Leider auch zentral und bei Übernahme unsicher, aber bis es soweit ist, können wie bspw. bei meinem Mumble-Server 9.999 Personen teilnehmen. (PS: Nie probiert 🙂 ).

 

Organisation

Die Organisation ist einfach. Eine Gruppe von Menschen muss sich zusammenfinden, um ein zu definierendes Ziel zu erreichen. Ein Datum, der Zeitpunkt, die Orte. Die Kommunikation erfolgt direkt zur Planung nur über die genannten Möglichkeiten. Zum promoten der Aktion muss man natürlich auf kommerzielle Netzwerke zurückgreifen, die man nur über sichere Wege ansteuert (TOR, VPN). Der Personenkreis wird zwingend circa 100 Personen umfassen müssen.

In einem zentralistischen Staat und in einem föderalen Staat reicht es jeweils den obersten Regierungssitz und den Parlamentssitz zu übernehmen. Zusätzlich zwingend das jeweils oberste Gericht. In einem föderalen Staat gibt es noch untere Regierungsbehörden, die bei Erfolg und Widerstand später gebrochen werden können, oder die sich unterordnen, wenn man erfolgreich war.

Für die angegebenen Daten und Zeitpunkte müssen durch unscheinbare ehrenamtliche Aktivitäten legale Demonstrationen für aktuelle Themen an den drei Standorten organisiert werden. Die Demonstrationen benötigen zwingen ca. 50.000 Teilnehmer. Diese Teilnehmer müssen gar nicht wissen was geplant ist. Ist durch gezielte Provokation eine Masse aufgeladen, weil die Sicherheitsorgane auf eine Provokation hereinfallen, ist die Bewegung der Masse steuerbar. Die Teilnehmer sind emotional aufgeladen und können für alles missbraucht werden. Wer schon Demos besucht hat, weiß das. 🙂

Rollen sind wie folgt festzulegen:

1 Führungsrolle.

2 Ersatzkräfte für die Führungsrolle.

60 Provokateure zur Ablenkung der Sicherheitsorgane im Zusammenspiel mit Demonstrationen.

6 Personen mit identischem Körperbau, Körpermerkmalen und Kleidung, um den drei Führungspersonen durch Double-Auftritte in Bereichen mit Überwachungskameras ein Alibi zu verschaffen. Die Fluchtwege müssen dem angepasst sein.

1 Person, die sich bereit erklärt sich zu opfern und im Gefängnis zu landen, falls etwas schief geht. Eine Geschichte muss dafür zurechtgelegt werden.

30 weitere Personen als harter Kern an der Spitze derjenigen, die die genannten Bereiche „erobern“ wollen. Also 10 pro Schauplatz. Sie erfahren von den anderen 60 vor Ort Unterstützung.

Von Flyern und Aufklebern zur Mobilisierung ist abzusehen. Irgendwer muss das Drucken lassen und per Post empfangen. Damit wäre Anonymität der Urheber der Aktion nicht gegeben. Reine Onlinekommunikation bietet enorme Vorteile. Eigener Druck zuhause ist natürlich möglich.

Mehr ist es eigentlich nicht.

 

Durchführung

Wie am Anfang beschrieben, legt man die Ziele fest, die Grenzen die nicht überschritten werden und entscheidet sich jetzt auch entweder selbst in den Ring zu steigen mit allen Konsequenzen, oder andere die Arbeit für sich machen zu lassen. Grundsätzlich wissen wir aber: Es geht schief und es wird alles anders als geplant. Wer aber in einer Diktatur lebt oder einem Unrechtsstaat, der hat vielleicht keine andere Wahl mehr. Kriege, Unterdrückung und Armut sind die Triebfeder für Veränderung.

Geld ist immer ein Türöffner. Bist Du reich, kaufst Du Dir Söldner und Entertainer, die die Show abziehen. Hast Du kein Geld musst Du es entweder selbst machen oder andere dazu zwingen. Bei letzterem Zug kommt es natürlich zur Ausübung von Gewalt. Wenn man sich bspw. an der Netflix-Serie „Haus des Geldes“ orientiert, könnte man eine kleine Gruppe von Menschen kaufen oder zwingen Aufgaben zu übernehmen.

Man muss damit rechnen, dass man Werkzeuge benötigt, um Tore, Türen und Fahrzeuge zu öffnen und/oder zu nutzen. Bei unauffälliger Planung wird es kaum Widerstand durch Sicherheitsorgane geben. Nach Beginn der Aktion kommt Sicherheitspersonal unweigerlich ein paar Minuten später an. Eine Demonstration mit 50.000 Teilnehmern ist für erfahrene Demotouristen der perfekte Ort um unterzutauchen und gezielt durch Provokateure die Sicherheitskräfte abzulenken und aufzuhalten. 20 Personen an unterschiedlichen Stellen innerhalb der Demonstration reichen aus. Eine solche Demo muss natürlich an jedem Standort stattfinden. Aber es ist Gewalt im Spiel und es muss mit Konsequenzen gerechnet werden. Mindestens ab 50.000 Teilnehmern hat kaum ein Sicherheitsaufgebot ein Chance. Wir haben jetzt 60 Personen für drei Standorte verplant. Sollten Standorte nah beieinander sein, reichen vielleicht auch zwei Demonstrationen. Die Provokateure können dann 30 : 30 aufgeteilt werden. Diese 60 Personen sollten ihr Handwerk verstehen. Es sind noch 40 Personen übrig und haben ihre Aufgaben.

Die Demonstrationen sind nur Ablenkung und Beschäftigung für die Sicherheitsorgane. Die richtige Aktion erledigen die 40 übrigen Personen. Der harte Kern.

Ist eine Provokation erfolgt und hat zu einer Wuthaltung geführt, kann der Sturm auf die jeweiligen Institutionen erfolgen. Jeder Sturm wird von den 30 Personen angeführt und durch die Provokateure unterstützt, um die Masse in Bewegung zu setzen.

Die Institutionen haben in der Regel eigenes Sicherheitspersonal. Hier kommt dann die gesamte Lage ins Spiel.

1. Kann das Personal vor Ort zum Weggehen, Wegschauen oder zur freiwilligen Flucht animiert werden?

Das hängt vom Drohpotential der Masse ab.

2. Kann das Personal zum Mitmachen motiviert werden?

Das hängt vom gesellschaftlichen Zustand ab. Ist es der richtige Zeitpunkt?

3. Kann das Personal im Vorfeld motiviert werden Platz zu machen?

Hier liegt es an der gewählten Strategie. Konnte das gesamte Sicherheitspersonal großzügig bestochen werden? Konnte man das Personal unter Druck setzen, weil es selbst in schmutzige Sachen verwickelt war? Oder hat man (ohne ernsthafte Absichten) deren Familien als bspw. Geiseln genommen und verlangt die Kooperation? Hier ist natürlich dann eine Grenze überschritten und man ist möglicherweise auf das Niveau derer gesunken, die man aufgrund genau eines solchen Verhaltens loswerden möchte.

Gesetzt den Fall alle Institutionen konnten gestürmt werden, ist die Frage was passiert an Ort und Stelle?

Überlässt man es der Wut der Masse und wartet was passiert? Nimmt man Opfer in Kauf?

Übernimmt man die Institutionen und macht den Mächtigen klar, dass man mit wenig Aufwand in ihre Hallen gelangt ist und das jederzeit wieder tun kann, wenn sich nichts ändert, oder bestimmte Forderungen nicht umgesetzt werden?

Greift man selbst zu Gewalt und beseitigt was man nicht mag?

Das ist die Entscheidung der Teilnehmer. Alles im Leben hat Konsequenzen. Für Revolutionäre, wie für Regierende. In der Geschichte wurden die großen Veränderungen nicht durch Pläne irgendwelcher Netzwerke umgesetzt. Es kam plötzlich, unerwartet und hart.

 

Fazit

Was wäre die Folge, wenn so eine Plan erfolgreich umgesetzt werden würde? Könntet Ihr jetzt feiern?

Nein. Auf eine Revolution folgt immer eine Konterrevolution. Alte Kräfte, oder Kräfte die gewartet haben, würden sich anschließend um Euch kümmern. Jedes Machtvakuum wird von irgendjemandem gefüllt. Die hier angesprochenen Anonymisierungsmöglichkeiten mit Hilfe von Drohungen und kriminellem Verhalten, würden es zwar erschweren, weil die Urheber nicht selbst in Erscheinung treten müssten, aber bei nur einem Fehler wird es unschön. Hat man andere gezwungen, erwischt es diese Unschuldigen dann statt der Urheber. Und unschöne Bilder kosten Sympathiepunkte, die für eine Machtübernahme nötig sind. Stellt Euch vor Ihr seid Diktator und überfallt ein anderes Land. Wenn ihr es ohne Blutvergießen erobert, wird niemand auf dem Planeten davon Notiz nehmen. Aber Leichen und Zerstörung sind Euer Ende. Die PR-Maschinerie läuft dann gegen Euch. Selbst andere Täter, die bspw. Massen an zivilen Opfern Kollateralschaden nennen, wenn sie mal wieder eine Drohne auf ein Mobiltelefon schießen lassen und mit diesen Morden durchkommen, werden Euch Eure Morde nicht durchgehen lassen. Deshalb: Keine Gewalt!!! Das gleiche Verhalten betrifft die Auseinandersetzung im Inneren.

Deshalb: Meine Empfehlung zur Veränderung der Gesellschaft ist der Eintritt in eine politische Partei. Das Übernehmen organisatorischer Verantwortung und damit die Bestimmung des inhaltlichen Kurses. Später die Übernahme politischer Verantwortung durch Kandidaturen, gewählt werden und dann die Bestimmung des öffentlichen Kurses. Das ist der Weg. Er ist langsam. Er ist mühselig. Er ist garniert mit Niederlagen, Hass und Feindschaft, mit Lernprozessen, aber es ist der richtige Weg. Wenn ihr diesen Weg aufgrund der Karriere und Abzockmöglichkeiten einschlagt, seid Ihr ein A*schloch. Davon gibt es schon zu viele. Seid kein Arschl*ch. Seid jemand, der etwas verbessern möchte. Die Grundlage sollte aber Erfahrung im Alltag sein: gelernter Job, einige Arbeitsjahre Erfahrung, Familie gegründet etc. Leute, die nur Politik betreiben ohne jemals für sich selbst wirklich verantwortlich gewesen zu sein, enden bei den Grünen und sind eine Katastrophe. Seid keine Katastrophe. Seid nicht Grün. 🙂 Seid realistisch, sozial, schadet Niemandem mit Euren Entscheidungen an Leib und Leben. Dann wird alles gut.

Viel Spaß.

 

PS: Dieser Beitrag hat den Status einer Randnotiz.

 

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