Private Hilfe gesucht

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Neben der Arbeit, neben den Hobbies, neben der Familie, neben dem Bloggen und neben dem ganzen anderen Zeugs, das ich und Ihr so macht, hat man vielleicht manchmal die Idee, den Wunsch oder den Willen etwas Gutes zu tun. Vielen fehlt, das weiß ich selbst, oft die Zeit ehrenamtlich durchzustarten. Viele nutzen deshalb natürlich auch die Möglichkeit jährlich etwas zu spenden. Wer also nicht weiß wohin mit seinem Geld, für denjenigen gilt jetzt dieser Abschnitt von kowabit.de!

Wenn Ihr kowabit.de aufmerksam verfolgt habt, klang bereits zu Euch durch, dass ich ein Afrikafan bin. Das hat auch viel damit zu tun, dass die Hälfte meiner Familie aus Kenya kommt. Und sicher ist Euch auch bekannt, dass es dort einigen Leuten nicht ganz so gut geht. Durch familiäre Verpflichtungen einerseits und auch dem Wunsch zu helfen andererseits, unterstützen meine bessere Hälfte und ich unter anderem die momentan 12jährige Tochter meiner Schwägerin.

Wir bezahlen das Schulgeld für sie. Alle guten Schulen in Kenya kosten Geld! Wer kein Geld hat, steht mit Abschluss der achten Klasse ohne weitere Schulbildung da. Bis dahin sind zumindest staatliche Schulen kostenlos. Diese Schulen sind jedoch in der Regel ein No-Go! Das Durschnittseinkommen in Kenya lag 2011 bei ca. 70 Dollar pro Monat. Aus eigener Erfahrung würde ich momentan mit absolut positiver Schätzung von 120 Dollar ausgehen. Lehrer im öffentlichen Dienst liegen ca. bei 80 Dollar pro Monat. Armut pur! Das Jahr 2015 begann mit einem Lehrerstreik.

Mit etwas einkalkulierter Währungsschwankung liegt man beim Schulgeld so zwischen 400 bis 500 Euro pro Jahr. Damit ist dann das Schulgeld, die Unterkunft, die Vollverpflegung und Kleidung für ein Jahr abgedeckt. Die Schulen die wir ins Auge fassen sind in der Regel alles Internate. Drei Monate Schule von 08:00 Uhr morgens bis abends 16:00 Uhr. Dann Ferien, dann wieder drei Monate Schule usw.. Für Verwandte gibt es geregelte Besuchszeiten. Nicht dieses weiche Schulsystem, das unsere Kinder hier verwöhnt. Dort ist es hart! Kein Abiturient aus Deutschland kann sich den Druck vorstellen. Die würden reihenweise aus den Latschen umkippen. Die vergleichbare gymnasiale Oberstufe wird uns in einigen Jahren ca. 800 bis 1.000 Euro pro Jahr kosten. Sollte der Sprung auf eine kostengünstige Universität in Kenya geschafft werden, rechnen wir mit 1.500 bis 2.000 Euro pro Jahr. Das ist aber noch Zukunftsmusik.

Wo kommen jetzt interessierte Leser ins Spiel? Na, ganz einfach! Wir suchen noch Untersützung für ein momentan 9jähriges Mädchen, das die 5.Klasse auf einer öffentlichen Schule begonnen hat. Sie hat gute Zensuren und wir würden sie gerne mit Hilfe von anderen Menschen auf das gleiche Internat schicken wie Ihre Schwester. Dabei handelt es sich um das bereits erwähnte 12jährige Mädchen. Der Vater ist kürzlich im Januar 2015 mittellos verstorben. Seitens seiner Familie gibt es keine Hilfe. Die Mutter lebt in schwierigen Verhältnissen und arbeitet hart und viel für wenig Geld und muss zusätzlich einen 2jährigen Sohn durchbringen.

Wer sich vielleicht vorstellen könnte so eine Patenschaft einzugehen oder zu unterstützen, der würde wie folgt eingebunden:

  1. Ein persönliches Treffen mit mir/uns.
  2. Die Vorstellung des Mädchens, der Familie und den Gegebenheiten vor Ort. (Fotos etc.), Geburtsnachweise (Kopien), Aktuelle Zeugnisse etc..
  3. Das Mädchen würde von uns animiert werden die deutsche Sprache zu lernen. Zweck: Briefkontakt und Telefongespräche etc.. Momentan wird nur Swahili gesprochen. Der Englischunterricht beginnt erst.
  4. Bei Übernahme einer Patenschaft würde die Familie verpflichtet kontinuierlich die Ergebnisse der schulischen Leistungen mitzuteilen. Fotografierte oder gescannte Dokumente per E-Mail, alternativ per versicherter Post, inklusive aller Rechnungen bzw. Quittungen.
  5. Wir würden immer mitteilen, wann wir (ich) runterfliegen. Falls es Wünsche gibt für Mitbringsel etc., oder wenn man selbst den Wunsch hat Kenya anzufliegen, um seine Patenschaft zu besuchen. Wir würden dann vor Ort eine luxusfreie Unterkunft besorgen, sowie Transfermöglichkeiten und können Kosten teilen. Eingebunden in die familiären Aktivitäten. Nicht dieses langweilige Touristendasein, sondern direkt am Menschen! Das ist auch viel spannender! ;)
  6. Wer alleine fliegen will, kann das auch tun. Wir würden ‘versuchen’ eine vertrauensvolle Person als Begleiter zu organisieren. Diese Person müsste dann aber alleine bezahlt werden. Wenn man kein normales überteuertes Touristenpaket gebucht hat, würde ich jedoch abraten dort auf eigene Faust auf Tour zu gehen.
  7. Da das alles nur auf privater Ebene geschieht, könnte es sein, dass Ihr steuerlich nichts geltend machen könnt. Bei dieser Form der Hilfe werdet Ihr aber sicher sein können, dass das Geld ankommt und vor allem für wen. Überweisungen erledigt Ihr übrigens selbst, wenn Ihr wollt. Wer Verwandte und/oder Freunde in Afrika hat, der weiß, dass, wenn Hilfsorganisationen damit werben mit 5 Euro oder 30 Euro im Monat Kindern helfen zu wollen, kaum etwas von der Hilfe ankommt. Eine erste Erfahrung in Kenya war auf meine Fragen hin die Bitte von Einheimischen nicht an Organisationen zu spenden, weil nur ein Bruchteil dort ankommt, wo es benötigt wird.

Interesse geweckt? Unter dem Menüpunkt Impressum findet Ihr meine E-Mail-Adresse. Völlig zwanglos!

Solltet Ihr einfach so Geld senden, werde ich Euch per E-Mail danken! Nur wenn Ihr antwortet, erhaltet Ihr mehr Infos. Ich möchte Euch nicht zuspamen!