Sponsoring by Steuerzahler

Wenn die Twitterzeitleiste so an einem vorbeirauscht, kann es schon vorkommen, dass diese kleinen Sponsoring Tweets vorbeikommen. Dieses mal vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales, kurz BMAS. Das Bundesministerium kauft Werbetweets auf Twitter und ich darf sie mir anschauen, durch Retweets weiterverbreiten oder darauf antworten.

Für mich kein Problem. Politische Arbeit muss auch nach Außen transportiert werden. Ich halte das nicht für falsch. Sicher kann man über die Mittel sprechen, aber grundsätzlich sollte das ermöglicht werden.

Was aber, wenn die Fakten gegen die Werbung sprechen?

Erinnern wir uns an das Frühjahr 2016 als die Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion antwortete, dass der Mindestlohn von 8,50 € nicht ausreicht, um die Mindestrente zu erreichen. Auch nach 45 Arbeitsjahren nicht. Es wären sogar 11,68 € Mindestlohn nötig, um mehr Rente zu bekommen als die Armutsrente hoch ist.

Um der Armut entgegen zu arbeiten, erhöht die Bundesregierung den Mindestlohn ab dem 01.Januar 2017 auf 8,84 €. Also immer noch zu wenig.

Die Kampagne des BMAS jedoch macht Deutschland stark:

Schade, dass die Fakten dagegen sprechen.

Was macht man also? Richtig! Um sich Aufreger zu ersparen, kann man auch mal manuelles Adblocking betreiben:

Mit Fakten widerlegte Interpretationen sollten nicht mit Steuergeldern beworben werden dürfen.

Stark sieht anders aus!

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2 Kommentare Sponsoring by Steuerzahler

  1. Pingback: Werbeblocking in Twitter gefällig? | -=daMax=-

  2. Sasunu

    Ich empfehle ja eher einen Strafantrag nach (von Herrn Maas bald implementiertem) Heimtückegesetz, als zu blocken.

    Wir brauchen endlich den *lange* von der Politik geforderten AUFSTAND DER ANSTÄNDIGEN!
    Anständig im Wortsinne, nicht dem politisch missbrauchten.

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