PING

In meinem Abmahnbeitrag und dem Experiment für die ZDF-Sendung ZOOM hatte ich mit einem einzigen Ping in der Größe von 1 Byte massenhaft aktive IP-Adressen aus Deutschland inklusive Zeitstempel registriert. Aber warum funktioniert das so einfach?

Nun, in der Praxis mit der Arbeit mit Netzwerken ist ein Ping unerlässlich. Ich benötige ihn, um schnell festzustellen, ob meine Gegenstelle noch da ist, oder wieder da ist, oder eben offline ist. Stellenweise läuft ein Ping über Stunden, um Störungen festzustellen. Zusammen mit anderen Werkzeugen.

Ist es jetzt notwendig, dass ein normaler Internetanschluss auf eine Ping-Anfrage wie im Experiment gezeigt, antwortet? Möglicherweise benötigen Provider diese Antwort, um selbst Fehler festzustellen. Ich würde schwer davon ausgehen. Grundsätzlich ist der PING an sich aber eine Schwachstelle. Wenn es Geräte erlauben, deaktiviere ich immer die Fähigkeit des Routers/Firewalls auf einen PING aus dem WAN (Internet) zu antworten. Es muss niemand wissen, dass ich da bin. Es muss auch niemand wissen, ob ich nicht da bin.

Wozu kann man einen PING nutzen? Was hat man davon, wenn ein Anschluss antwortet? Weiter

Die Abmahnindustrie – Beweise und Vorwürfe anzweifeln

Dieser Beitrag basiert auf eine Zuarbeit für die ZDF-Sendung ZOOM vom 27.05.2015 zum Thema Abmahnung.

Im vergangenen Jahrzehnt hat sich eine Industrie entwickelt, die ihr Geld auf eine zweifelhafte Art und Weise verdient. Mit Abmahnungen von Internetnutzern um Verstöße gegen das Urheberrecht im Internet zu verfolgen. Nicht, dass wir Urhebern ihre Einnahmen nicht gönnen wollen, denn auch kleinere und schwächere Leistungserbringer sind davon betroffen, aber die Beweiserhebung innerhalb eines Abmahnfalles kann aus technischer Sicht immer angezweifelt werden. Bisher präsentierte Beweise können mit einfachsten Mitteln selbst erstellt werden. Der Beschuldigte muss noch nicht einmal ansatzweise mit illegalen Aktivitäten in P2P-Tauschbörsen zu tun haben. Weiter

Was die da wohl machen?

Internet-Speed-Tests machen Spaß! Manchmal sitze ich vor der Kiste und denke mir: “Boah ist das Internet heute wieder lahm!” Es gibt dann so ein paar Standard-Speed-Tester im Web. Danach ärgere ich mich noch mehr.

 

Das Ergebnis im Vergleich:

Es wurde ein Durchschnittswert meines Providers aus 8 Tests ermittelt. Innerhalb von 30 Minuten wurde der deutsche Provider immer im Wechsel mit einem ausländischen Zugangspunkt getestet. Die Testseite wurde nach jedem Test durch Browserneustart neu geladen. Es wurde immer ein Zielserver in Berlin ausgewählt. Ich nutze eine 30er-Leitung. :)

 

Deutschland (mein Provider) – Ping: 258 msDownload: 3,8 Mb/s – Upload: Fehlermeldung (!!! Immer !!!)

 

Per VPN ins Netz:

Japan – Ping: 34 ms – Download: 26,5 Mb/s – Upload: 2,0 Mb/s

Russland – Ping: 31 ms – Download: 26,4 Mb/s – Upload: 2,08 Mb/s

Niederlande – Ping: 29 ms – Download: 25,1 Mb/s – Upload: 1,9 Mb/s

Spanien – Ping: 26 ms – Download: 23,2 Mb/s – Upload: 1,8 Mb/s

Canada – Ping: 29 ms – Download: 26,5 Mb/s – Upload: 2,01 Mb/s

Switzerland – Ping: 32 ms – Download: 24,5 Mb/s – Upload: 2,05 Mb/s

Singapur – Ping: 30ms – Download: 25,8 Mb/s – Upload: 2,03 Mb/s

 

Muss wohl am Wetter liegen.

Oder an ungefilterten VPN-Diensten.

Interessant in dem Zusammenhang der Vergleich zwischen dem Aufruf einer Nicht-Verschlüsselten-Seite und einer verschlüsselt aufgerufenen Webseite: http://www.httpvshttps.com/.